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Frauensolidarität in der Corona Krise

Wir haben Frauen in unseren Zweigvereinen nach ihren Erfahrungen und Initiativen in dieser ungewöhnlichen und schwierigen Zeit gefragt, und es zeigt sich an vielen Stellen, dass Frauensolidarität trägt.

Der Vorstand des Diözesanverbandes Speyer sprach vor Ostern mit der Postkarte „Nicht alles ist abgesagt...“ und einem Gebet der Geistlichen Beirätin, Ulrike Groß, den Verantwortlichen in den Zweigvereinen Mut und Hoffnung zu. Die Möglichkeit, diese Postkarten für ihre Mitglieder zu bestellen, wurde von vielen Zweigvereinen dankbar genutzt. Außerdem bietet der Diözesanverband Ansprechpartnerinnen am Telefon an für alle, die ein persönliches Gespräch suchen.

 

Die Frauen des Zweigvereins St. Josef in Neustadt griffen die Aktion des Landesverbandes „Schenk dein Lächeln“ auf, und klebten diese Aufforderung als Zeichen für Freundlichkeit und Miteinander an die Kirchentür. Der Zweigverein Grünstadt schaffte es mit demselben Aufruf sogar in die regionale Tageszeitung.

 

Mit einem Lächeln erfolgte die schwungvolle Übergabe von Behelfsmasken durch die Diözesangeschäftsstelle an das Caritas Zentrum Neustadt. Dort werden die Masken kostenlos an Bedürftige ausgegeben, so dass auch sie die erforderlichen Schutzmaßnahmen erfüllen können.

 

Mehrere Stimmen aus den Zweigvereinen, die Anfang April bei uns eintrafen, zeugen von der Selbstverständlichkeit, füreinander da zu sein. Hier eine Auswahl:

  • „Ich habe mich sehr gefreut, besonders über die sinnvolle Karte, die uns immer wieder ins Gedächtnis rufen soll, dass viel mehr erlaubt und möglich als abgesagt ist. Ich weiß aber auch, dass viele Menschen über die Festtage ganz alleine, ohne jeglichen Kontakt sein mussten. Auch in dieser Hinsicht bin ich mit vielen Gebetsideen von verschiedenen Seiten eingeladen und eingedeckt worden. Man fühlt sich dann gleich wie eine große Familie.“

Sieglinde Löffler, Mitglied im Zweigverein Pax Christi, Speyer

  • „Die Postkartenaktion „Nicht alles ist abgesagt“ hat in unserem Zweigverein weite Kreise gezogen. Sie wurde nicht nur an Mitglieder weitergegeben, sondern auch an Freunde, Nachbarn, im Senior*innenheim und in der Kirchengemeinde. Außerdem wurden viele Telefonate mit unseren Seniorinnen geführt und Einkaufshilfen angeboten. So konnte unser Zweigverein wirklich zum Segen für viele werden.“

Anna Altinger, Teamvorsitzende im Zweigverein Pax Christi, Speyer

 

  • „Es ist erstaunlich, wieviel Kreativität diese Situation bei vielen geweckt hat.

Die Frauen im Zweigverein stehen über die digitalen Medien in regem Kontakt, und es ist eine große Hilfe, sich über die Nöte und Ängste, aber auch Erfreuliches auszutauschen. Außerdem treffen sich einige zum Spaziergang zu zweit. Auf die Kartenaktion des Frauenbundes haben viele Mitglieder mit großer Freude reagiert.“

Christel Glaser, Vorsitzendenteam im Zweigverein Römerberg-Mechtersheim

 

  • „ Ich habe begonnen, unsere Mitglieder einfach mal anzurufen und nachzufragen, wie es ihnen geht und ob sie zurechtkommen. Ausnahmslos alle haben sich gefreut und es wurde dabei auch viel gelacht. Ich werde weitermachen und freue mich schon auf die Reaktionen.“
    Christel Roos, Vorsitzende im Zweigverein Weidenthal
  • „Einige Frauen aus dem Zweigverein Bellheim. fühlten sich angesprochen als Ende März das Vinzentius Krankenhaus in Landau um das Nähen von Gesichtsmasken bat. Es macht Freude, damit ein Zeichen von Solidarität und gelebter Nächstenliebe zu setzen. Außerdem spendeten wir 500 Euro an die Tafel in Germersheim für die Ausgabe von Einkaufsgutscheinen.“

Klara Kappesser, Beisitzerin im Vorstand und eine der Näherinnen im ZV Bellheim

 

Schenk dein Lächeln